Therapieresistenz

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Das Vorliegen einer Therapieresistenz bedeutet, dass der Patient nicht oder nicht mehr auf eine Reihe von therapeutischen Maßnahmen anspricht und sich sein Gesundheitszustand nicht wie erwartet bessert oder es zu einer Heilung kommt. Im Gegenteil ist ein therapieresistenter Zustand dadurch gekennzeichnet, dass es entgegen der Erwartungen zu keiner positiven Veränderung, sondern zu einer Stagnation oder zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch die Behandlung kommt.

Bei Epilepsie z. B. zeigt sich eine Therapieresistenz dadurch, dass auch nach korrekter Eindosierung mehrerer üblicherweise wirksamer Medikamente durch keines eine anhaltende Anfallsfreiheit aufgetreten ist. Dies ist bei durchschnittlich etwa 3 von 10 Kindern mit Epilepsie der Fall.

Optionen

Ist sichergestellt, dass die gewählte Therapie richtig durchgeführt wurde und dennoch nicht den gewünschten therapeutischen Erfolg brachte, gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Es wird mit einer Alternativbehandlung begonnen mit dem Ziel, die Erkrankung damit zu bessern und möglichst zu heilen.

b) Schlagen alle alternativen Behandlungsversuche fehl, muss der Zustand des Patienten über kurz oder lang als austherapiert angesehen werden. Wenn es erforderlich ist, werden dann im weiteren Verlauf z. B. bestehende Schmerzen gemildert und weitere Symptome behandelt . Das Ziel der langfristigen Besserung und Heilung wird durch das Ziel der Linderung von akuten Beschwerden ersetzt (Symptomunterdrückung).

Es kommt vor, dass mit der Zeit eine neue Behandlungsmethode Aussicht auf Erfolg versprechen könnte. Diese Möglichkeit ist prinzipiell zwar immer gegeben, da die Forschung stetig neue Erkenntnisse gewinnt und Fortschritte macht, Verlass ist jedoch darauf nicht.

Von einer infausten Prognose wird bei der Annahme eines besonders ungünstigen Krankheitsverlaufs gesprochen. Meist ist damit nicht nur der Zustand der Therapieresistenz verbunden, sondern auch die Gegebenheit, dass der Patient in Ermangelung einer heilenden Behandlung an der Erkrankung sterben wird.

Links

Literatur

  • Burkhard Voges: Wenn keine Therapie mehr hilft. Therapieresistenz - ihre Ursachen und ihre Lösungen
  • Laura Doermer: Moritz mein Sohn
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