Rollstuhl

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Ein Rollstuhl dient als Fortbewegungsmittel für Personen, deren Gehfähigkeit zeitweilig oder dauerhaft eingeschränkt ist. Je nach Behinderungsgrad kann ein Rollstuhl von seinem Benutzer selbst per Muskelkraft, von einer Begleitperson oder von einem Elektromotor angetrieben werden. An Rollstühle für Kinder werden besondere Anforderungen gestellt. Ihre Größe soll sich der körperlichen Entwicklung der Kinder anpassen. Kinderrollstühle müssen also durch Verstellmöglichkeiten mitwachsend sein. Damit Kinder den Rollstuhl ohne allzuschnelle Ermüdung selber bewegen können, ist auf ein niedriges Gewicht des Rollstuhls zu achten. Zur besseren Integration des behinderten Kindes sollte der Rollstuhl in seinen Maßen und seiner Funktion zudem so beschaffen sein, das er auch an normalen Kindergarten- oder Schultischen benutzt werden kann.


Inhaltsverzeichnis

Rollstuhltypen

Folgende Rollstuhltypen lassen sich unterscheiden:

Aktiv-Rollstühle

Aufgrund der Gewichtsproblematik und um den Rollstuhl optimal auf die Bedürfnisse des Kindes anzupassen, werden Kinder in der Regel nicht mit Standardrollstuhlen sondern mit Aktivrollstühlen versorgt. Diese sind mit faltbaren Rahmen oder starrem Rahmen erhältlich. Rollstühle mit falbaren Rahmen lassen sich leichter transportieren. Dafür sind sie aber auch etwas schwerer und der Sitzkomfort kann schlechter sein. Rollstühle mit starren Rahmen sind leichter und stabiler. Sie lassen sich aber in kleineren Pkws nicht oder nur schwer transportieren.

Beispiele für faltbare Aktiv-Rollstühle (Kinder)

Beispiele für starrahmen Aktiv-Rollstühle (Kinder)

Sitzschalen-Rollstühle / Pflegerollstühle

Bei eingeschränkter Kontrolle der Rumpfhaltung kann ein Sitzschalen-Rollstuhl zum Einsatz kommen. Dabei wird eine individuell angepasste Sitzschale mit einem Sitzschalenuntergestell kombiniert. Wenn der Benutzer den Rollstuhl selber mit den Armen antreiben soll, ist auf eine entsprechende Ausformung der Sitzschale zur Erreichbarkeit der Greifreifen des Rollstuhls zu achten.

Aktiv-Rollstühle mit Elektroantrieb

Diese sind sinnvoll, wenn die Kraft nicht ausreicht, um den Rollstuhl dauerhaft manuell anzutrteiben, jedoch noch eine Restfähigkeit des selbständigen Antriebs besteht. So wird einerseits das Fahren stark erleichtert, andererseits lässt sich die noch vorhandene Muskelkraft erhalten bzw. kann den Abbau verlangsamen, da der Fahrer noch selbst akitv ist.

Beispiele für Zusatzantriebe

Elektro-Rollstühle

Wenn ein Rollstuhl nicht manuell angetrieben werden kann, ist ein Elektrorollstuhl die richtige Wahl. Je nach körperlichen Möglichkeiten des Benutzers wird er per Joystick oder Sondersteuerung bedient. Sondersteuerungen sind z.B. Bedienelemente die mit dem Mund oder Kinn bedient werden. Für Kinder von Vorteil sind Elektrorollstühle, deren Sitz sich auf Bodenniveau absenken lässt (Spielmöglichkeit mit nichtbehinderten Kindern am Boden) oder zum Erreichen von Regalen hochliften lässt.

Beispiele für Elektrorollstühle (Kinder)

E-Fix

E-Fix Rollstühle sind eine Mischung aus manuellen und elektrischen Rollstühlen. Vom Typ her wie ein Aktiv-Rollstuhl aber dennoch mit Antriebsteuerung. Sie haben weitaus weniger Gewicht als ein Elektrorollstuhl und sind platzsparender, dafür aber auch weniger robust und überwinden z.B. Bordsteine schwerer als die großen Elektrostühle. Sie bieten eine gute Alternative, wenn auch im Innenbereich ein Antrieb notwendig ist, aber z.B. ein E-Motion nicht ausreicht. E-Fix kann an fast jeden Aktiv-Rollstuhl integriert werden.

Beispiele für E-Fix

E-Fix von Alber

Sport-Rollstühle

Für verschiedene Sportarten gibt es speziell angepasste Rollstuhltypen.

Beispiele für Sportrollstühle

Liegerollstühle

Liegerollstühle dienen Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht sitzend transportiert werden können.

Beispiele für Liegerollstühle

Weiterführende Links

Hinweise zur Rollstuhlversorgung bei Kindern

Persönliche Werkzeuge