Rehabuggy
From REHAkids Wiki
Rehabuggys oder Rehawagen sind spezielle Kinderwagen, die für den Transport von Kindern oder Jugendlichen mit Behinderung konzipiert wurden. Sie kommen zum Einsatz, wenn ein Kind einen Rollstuhl (noch) nicht selbstständig fahren kann oder allgemein wenn es aufgrund eines Handicaps nicht in üblichen Kinderwagen sitzen kann oder übliche Wagen nicht (mehr) geeignet sind, z. B. weil die Kinder schon zu groß oder zu schwer sind. Rehakinderwagen werden nicht nur von Kindern mit Gehbehinderung genutzt sondern auch von solchen mit z. B. ausgeprägter Muskelschwäche, Herzfehler oder Epilepsie.
Es gibt verschiedene Arten von Rehakinderwagen:
- Rehabuggys sind leichte Konstruktionen, die sich zum Transport recht handlich zusammenfalten lassen. Durch ihre Lenkräder sind sie in der Stadt wendig. Aufgrund des geringeren Sitzkomforts und der kleinen Räder eignen sich Rehabuggys für kürzere Strecken auf ebenen Wegen.
- Für längere Wegstrecken und unbefestigte Wege sind Rehawagen besser geeignet. Sie haben größere Räder und eine Sitzfläche, die sich besser an die Bedürfnisse des Kindes anpassen läßt. Dafür sind sie auch schwerer und benötigen für den Transport mehr Raum.
Da die Übergänge zwischen den beiden Kategiorien aber fließend sind, hat sich heute der Begriff Rehabuggy für beide Kategorien eingebürgert. Auch benutzt wird der Begriff Rehakarre.
Bei der Auswahl eines Rehabuggys sollte überlegt werden, zu welchem Zweck der Rehabuggy hauptsächlich zum Einsatz kommen soll. Daher sollte man überlegen, ob man bewegliche oder starre Vorderräder braucht, ob es wichtig ist, dass die Sitze in beide Richtungen gedreht werden können (das geht bei Joggern meist nicht). Und es sollte vorher klar sein, ob alles eventuell benötigte Zubehör angebracht werden kann. Je nach Fähigkeiten und Behinderungen sind unterschiedliche individuelle Anpassung nötig. Dieses Zubehör sollte mit Therapeuten und Sanitätshaus/Rehatechnik ausgewählt und angepasst werden.
Einen guten Überblick über die angebotenen Modelle bieten Messen für Rehatechnik, insbesondere die jährlich in Düsseldorf stattfindene Rehacare. Wichtige Hilfen bei der Kaufentscheidung kann auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern, z.B. in Selbsthifegruppen, sein.
Inhaltsverzeichnis |
kompakt faltbare Buggys mit lenkbaren Vorderrädern
- Clip von Ormesa
- CORZO Xcountry von Patron Deutschland
- Cruiser von Convaid
- Eco von Otto Bock
- EZ Rider von Convaid
- Fritz von Schuchmann-Reha
- Lisa von Otto Bock
- Rehabuggy Sipp über Thomashilfen
- Swifty von Thomashilfen
- Uniroller von RehaNorm/ RAD-Innovations (USA)
Rehawagen
mit lenkbaren Vorderrädern
- Bingo von Hoggi
- Chunc
- EASyS von Thomashilfen
- Fanni von Schuchmann-Reha
- Joy von Ormesa
- Kimba Spring von Otto Bock
- Max von Alvema (Deutschlandvertrieb über Thomashilfen)-Produktion von Eurovema zum 31.12.2008 zugunsten des Modells Vito (PDF) eingestellt.
- Merlino von Rehapartner
- Novus von Ormesa
- Nils von Rehatec
- Pixi silver von Alvema (Deutschlandvertrieb über Thomashilfen)
- Swifty von Thomashilfen
- ThevoTwist von Thomashilfen
- Vito von Eurovema (früher Alvema)
- Tom 4 Xcountry von Patron Deutschland
- Tom 5 Streeter von Patron Deutschland
- Serval von R82
siehe auch Kategorie Jogger: Modelle Freedom und Axiom, die alternativ mit Lenkrädern vorne ausgestattet werden können.
mit starren Vorderrädern
Teilweise sind bei diesen Modellen lenkbare Vorderräder optional erhältlich
- Alvema 200 (Deutschlandvertrieb als Modell Svenska über Thomashilfen)
- Kimba Spring von Otto Bock
- Merlino von Rehapartner
- Obi von Ormesa
für größere Kinder und Jugendliche
- Alvema 400 (Deutschlandvertrieb als Modell Cornea über Thomashilfen)-Produktion vom Hersteller Eurovema seit 31.Dezember 2008 eingestellt
- Axiom von Adaptive Star (Deutschlandvertrieb über Tri-Mobil)
- Clip 4 von Ormesa
- New Bug von Ormesa
- alle Modelle von Convaid
- Freedom (Deutschlandvertrieb über Tri-Mobil)
- Independence (Deutschlandvertrieb über Tri-Mobil)
- Rabe (Deutschlandvertrieb über Tri-Mobil)
- Lazy (Deutschlandvertrieb über Tri-Mobil)
besonders geländegängige Rehawagen
- Scout von Convaid
- Trax von Alvema (Deutschlandvertrieb über Thomashilfen)(PDF)-Produktion vom Hersteller Eurovema seit 31.Dezember 2008 eingestellt
mit Bewegungssitz
Reha-Jogger
Auch für behinderte Kinder gibt es die dreirädrigen Kinderwagen. Das Zubehör kann wie in einem anderen Rehabuggy eingebaut werden.Teilweise lassen sich die Jogger auch als Fahrradanhänger nutzen oder zu 4-rädrigen Modellen umbauen.
Beispiele:
- Axiom von Adaptive Star (Deutschlandvertrieb über Tri-Mobil)
- Kangoo von BoGeTec Rehatechnik
- Freedom über tri-mobil und Pfiff Vertriebs GmbH
- Independence über tri-mobil und Pfiff Vertriebs GmbH
- Kimba Cross von Otto Bock
- Merlino von Rehapartner
- Nils-Jogger Rehatec
- Rehawagen NewBUG vom Ormesa
- Uniroller von Rehanorm/ RAD-Innovations (USA)
Geschwisterwagen
Wenn ein oder mehrere Kinder behindert sind, stellt sich der Transport oft sehr schwierig dar.
Es gibt dafür Reha-Geschwisterwagen, bei denen je nach Bedarf ein oder zwei angepasste Sitze angebracht werden können.
Rehawagen-Rollstuhl-Kombination
- Convertible von Convaid (Rehabuggy, der sich sowohl mit großen Hinterrädern als Selbstfahrer-Rollstuhl als auch mit kleinen Rädern als Schiebestuhl nutzen lässt)
- ThevoTilty Vertrieb über Sorg Rollstuhltechnik
Rehabuggys mit Elektroantrieb
Zubehör
Zur Anpassung des Rehabuggys an die aufgrund des Behinderungsbildes bestehenden Bedürfnisse des Kindes wird Zubehör zur Stabilisierung der Sitzhaltung sowie zur Nutzung bei verschiedenen Witterungsbedingungen angeboten.
- Abduktionskeil
- Beckengurt
- Fußriemen
- Fixationsweste
- Haltebügel
- Kopfstütze
- Pelotten
- Schlupfsack
- Sitzhose/Abduktionsgurte
- Therapietisch
- Wetterdach
