Pflegebett
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Ein Pflegebett dient dazu, den besonderen Bedürfnissen gerecht zu werden, die ein behindertes Kind hat. Dabei gibt es eine große Auswahl und Variationen, die individuell angepasst werden sollten. Im Folgenden sind Fragen aufgelistet, um dabei zu helfen, dem/r RehatechnikerIn oder dem Sanitätshaus die benötigten Punkte darzulegen und auch Argumente dafür zu finden und zusammen zum individuell anpepassten Pflegebett zu kommen.
Inhaltsverzeichnis |
Begründung für ein Pflegebett
- Pflegen und Wickeln in Rücken schonender Höhe (Wickeltisch ab gewisser Größe und Mobilität nicht mehr ausreichend)
- Therapie (z.B. Vojta): so kann man Platz sparen, weil keine zusätzliche Liege gebraucht wird, aber Matratze darf nicht zu weich sein)
- Schutz vor Selbstgefährdung (Kind könnte beim selbständigen Verlassen des Bettes sich selbst verletzen oder in Gefahr bringen)
- Lagerungsmöglichkeiten mit verstellbaren Lattenrost (z.B. Oberkörper höher)
- Heben und Ablegen des Kindes in einer Rücken schonenden Höhe
- Schutz vor Herausfallen
Höhenverstellbarkeit
- Auf welche Höhe sollte die Liegefläche gebracht werden können? (Pflege des Kindes in Rücken schonender Höhe für alle Pflegepersonen; Größe abmessen!)
- Auf welche Tiefe sollte das Bett absenkbar sein (sollte das Kind rein- und rausklettern können?)
- Reicht eine feste Höhe aus? (wenn ein Kind nicht in der Lage ist, herauszukrabbeln und die Pflegepersonen ungefähr gleiche Größe haben)
- Soll die Höhenverstellung elektrisch oder mechanisch erfolgen
Größe
- Matratzengröße (Es gibt auch kleine Betten mit 140 x70 cm, ansonsten 170 x 90 cm, 200 x 100 cm, usw. Häufiges Problem der Kassen: große Betten sind im Pool, kleine müssen neu gekauft werden))
- Außenmaße (Die Betten sind meist deutlich größer als die Matratze)
Begrenzung
- Türen oder Gitter? (Vor- und Nachteile: Türen öffnen ins Zimmer, nehmen damit Raum ein; können aber auch, wenn gewünscht, selbst geöffnet werden, bei absenkbaren Gittern hat man die volle Länge, bei Türen zum Aufklappen ist es weniger, könnte bei kleinen Betten evtl. ein Problem bedeuten)
- Welche Gitterhöhe ist notwendig? (Kann das Kind sich aufsetzen, aufstellen? Wie hoch sollen die Gitter über die regelmäßige Pflegehöhe hinausragen (wenn es nicht überragt, muss man immer das Bett absenken, um das Kind vor dem Herausfallen zu schützen, statt einfach nur das Gitter hochzuschieben))
- Welche Begrenzung ist sinnvoll?
- senkrechte Gitterstäbe
- waagerechte "Planken"
- Plexiglas
- Gitter mit Plexiglas
- Gitter und Plexiglas abwechselnd
- Schutzpolster
- Welche und wieviel Gitter sollten absenkbar sein? (eine Seite, die beiden langen Seiten oder alle 4?)
- Braucht man abnehmbare Pfosten? (bei Therapie auf dem Bett ist es häufig praktisch)
Matratze
- wie hart/weich
- Material
- Antidekubitus
- ThevoSchlummerstern (zur Antidekubitusbehandlung/-prophylaxe, Schmerzreduktion, Wahrnehmungsförderung, Schlafverbesserung, Hersteller: Thomashilfen)
- Wassermatratze (z.B. zur Temperaturregelung)
Lattenrost
- einfach
- verstellbar (an welchen Stellen, elektrisch oder mechanisch?)
sonstiges
- Gewicht (wie schwer ist/wird das Kind sein? Möchte man sich regelmäßig mit dazu legen, zum Beruhigen z.B. oder einfach zum Kuscheln)
- Rollen (um das Bett regelmäßig zu bewegen, wennz.B. das Kind tagsüber mit im Wohnzimmer darin gelagert werden soll)
- Ablagemöglichkeiten (für Pflegemittel, Windeln, Kleidung, aber auch Monitor, Absauggerät, Hörgeräte, usw.)
- Möglichkeit der Anti-Trendelenburg-Lagerung (dabei wird die gesamte Liegefläche schräg gestellt, Kopf höher als die Füße, entweder mit einem so verstellbaren Lattenrost oder mittels des gesamten Bettrahmens, z. B. zur Erleichterung der Atmung bei Lungenentzündungen)
