Ergotherapie
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Ergotherapie ist ein ärztlich zu verordnendes Heilmittel, bei dem z. B. durch den Einsatz von spielerischen, handwerklichen und gestalterischen Maßnahmen, den Patienten ein Erlernen bzw. Wiedererlangen verlorengegangen oder noch nicht vorhandenen Funktionen ermöglicht werden soll. Im Vordergrund stehen dabei alltagsrelevante Tätigkeiten mit der Zielstellung des Erlangens der größtmöglichen Selbstständigkeit in Alltag, Schule und Beruf.
Ergotherapie begleitet, unterstützt und befähigt Menschen jeden Alters, die in ihren alltäglichen Fähigkeiten eingeschränkt oder von Einschränkungen bedroht sind, für sie bedeutungsvolle Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer Umwelt durchführen zu können. Ziel der Ergotherapie ist es, durch den Einsatz von Aktivitäten, Betätigung und Umweltanpassung dem Menschen eine größtmögliche Handlungsfähigkeit im Alltag, Lebensqualität und gesellschaftliche Partizipation zu ermöglichen. (Deutscher Verband der Ergotherapeuten - Oktober 2005)
Inhaltsverzeichnis |
Erkrankungen
Bei Entwicklungsstörungen oder erworbenen Erkrankungen mit Einschränkungen der folgenden Bereiche kann Ergotherapie gute Hilfe leisten.
- Körperhaltung, Körperbewegung und Koordination
- der Wahrnehmung
- der kognitiven Fähigkeiten (Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer, psychomotorisches Tempo und Qualität, Handlungsfähigkeit, Problemlösung)
Das sind zum Beispiel:
- Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) mit und ohne Hyperaktivität
- Hemiparese
- Muskelerkrankungen
- Verhaltens- und emotionale Störungen (Störung des Sozialverhaltens, depressive Störung/Angststörung, Essstörungen)
- nach Schädelhirntrauma
- Wachkoma
- Zerebralparese und andere Bewegungsstörungen
Ziele
Diese hängen stark von den Problemen des Kindes ab. Einige Beispiele:
- Mehrfachbehinderung: Lagerung, Wahrnehmungsförderung, Hilfsmittelversorgung, Aufrichtung, usw.
- Wahrnehmungsstörungen: Förderung der Wahrnehmung je nach Problemgebiet
- AD(H)S: Konzentrationsförderung, Wahrnehmungsförderung
- Körperbehinderung: Verbesserung der Selbständigkeit, der Motorik, altergerechte Beschäftigung trotz körperlichen Handicaps
Alter
Es gibt keine Altersbeschränkung. Vom Säuglingsalter bis ins hohe Lebensalter gibt es Möglichkeiten der Förderung. Nicht selten hört man die Meinung, dass Ergotherapie vor dem ersten Geburtstag noch nicht sinnvoll ist, aber bereits davor werden Hilfestellungen udn Therapien aus dem Bereich Ergotherapie gebraucht und gut eingesetzt.
Behandlungskonzepte
Es gibt viele Behandlungsansätze in der Ergotherapie, die sich zum Teil auch mit anderen Therapien überschneiden. Beispiele:
- Affolter
- Alert-Programm
- basale Stimulation (nach Fröhlich)
- Bobath
- Frostig
- Lauth und Schlottke
- Perfetti
- Sensorische Integration (nach Ayres)
