Corpus-callosum-Agenesie
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Bei Menschen mit einer Corpus-callosum-Agenesie fehlt das Corpus callosum, die "Brücke" aus Nervenfasern, welche die beiden Großhirnhälften verbindet, ganz oder teilweise. Das Corpus callosum wird wegen seiner üblicherweise verbindenden Funktion auch Balken genannt, was der Fehlbidung die eher umgangssprachliche Bezeichnung Balkenmangel eingebracht hat.
Das Kind kann entweder eine Balkenhypoplasie haben (d. h. der Balken ist zu wenig entwickelt) oder eine Balkenaplasie (d. h. der Balken fehlt ganz). Die meisten Mediziner sprechen aber nur von Corpus-allosum-Agenesie oder Balkenmangel.
Balkenmangel ist ein Symptom, das sich bei zahlreichen Krankheiten mit Hirnfehlbildungen zeigt. Obgleich viele Mediziner erschrecken, wenn man ihnen erzählt, dass das Kind einen Balkenmangel hat, ist letzterer nicht in jedem Fall ein schwerwiegendes Symptom: Es gibt Menschen, die durch den Balkenmangel sehr schwer behindert sind, und es gibt andere, bei denen der Balkenmangel keine offensichtlichen Symptome nach sich zieht und bei denen er nur zufällig entdeckt wird.
In den meisten Fällen zeigen von Balkenmangel betroffene Kinder unkoordinierte willkürliche Bewegungen sowie körperliche und auch kognitive Enwicklungsverzögerungen. Die Einschränkungen können leicht bis schwer sein.
Bei Balkenmangel können die beiden Großhirnhälften nicht oder nicht richtig zusammenarbeiten. Daher zeigen sich die Folgen immer dort am meisten, wo viel Zusammenarbeit zwischen "links" und "rechts" vonnöten ist, z. B. beim Radfahren etc.
