Bobath
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Seit den 1950er-Jahren entwickelte und lehrte das Ehepaar Dr. h.c. Berta und Dr. Karel Bobath in London das Konzept des Neuro-Developmental-Treatment (NDT). Auch genannt Das Bobath-Konzept.
Es geht davon aus, dass jeder Mensch von Anfang an eine eigene Persönlichkeit ist und nach besten Möglichkeiten versucht, seine eigene Entwicklung zu entfalten.
Um insbesondere die sensomotorische Entwicklung von Kindern mit neurologischen Bewegungsstörungen (Spastik, Athetose, Ataxie, hypotoner Muskeltonus,...) zu unterstützen, wird zuerst die Qualität der Haltungskontrolle und der Spontanmotorik beurteilt. Daraufhin wird die therapeutische Situation individuell gestaltet. Dazu gehören äußere Faktoren wie Raumgestaltung, Positionierung, Auswahl von Hilfsmittel und Spielzeug,... wie auch persönliche Faktoren wie bekannte Umgebung, Begleitung von Bezugsperson, verbale und nonverbale Signale, vor allen auch taktile Reize/Bewegungsbegleitung und der persönliche Kontakt zwischen Kind/Eltern und Therapeut. Die therapeutische Situation ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich, aber auch jeder Therapeut bringt seine Persönlichkeit individuell ein.
Ziel ist es, die Freude an der Bewegungsentwicklung und der selbständigen Handlungkompetenz zu vermitteln. Dazu gehört auch die bessere Eigenregulation von Muskeltonus, Ausdauer und Haltungs- und Bewegungskontolle, so wie ein variables und vielfältiges Bewegungsrepertoire zu zielorientierten Handlungsplanung- und umsetzung. Das Bobath-Konzept ist offen für neue wissenschaftliche Erkenntnisse und durch seine Komplexität interdisziplinär geprägt. Außer Physiotherapeuten arbeiten Ergotherapeuten, Logopäden und Ärzte mit diesem Konzept.
